cat's diary,  own diary

nichts mehr, wie es war…

am 24.11. brachte pepper mir noch ihr „mäuschen“


und frass mit appetit


auch am mittwoch hatte sie noch ihr futter angerührt, wenngleich sie sich die beiden nächte zuvor gar nicht mehr zu mir gesellt hatte, was untypisch war… die nacht von mittwoch auf donnerstag war ich für meinen teil sehr unruhig, weil ich spürte, dass nichts mehr stimmte. pepper schleppte sich mit letzter kraft zu mir ins bett und blieb dort einfach liegen, selbst, als ich aufstand, um medis fertig zu machen und futter zu richten. mittags schaute ich fassungslos zu, wie dieses wundervolle wesen ganz langsam die treppe herunterkam, sich dann komplett zurückzog und nur noch zum trinken den transportkorb verliess. es brach mir das herz, sie so zu sehen.


chillie ging es dank schmerzmittel an diesem tag relativ gut, allerdings hatte sie auch gespürt, dass etwas nicht stimmte, denn sie schlief ganz entgegen ihrer angewohnheit diese nacht im bad statt auf ihrem heißgeliebten kratzbaum.

es zerriss mir das herz, pepper so leiden zu sehen. also rief ich frau weller an, die nach der arbeit vorbeikommen wollte, um pepper zu erlösen. was chillie betraf, wollten wir dann reden. um 19.40 uhr sind sie und ich noch mal eine runde pipi machen gewesen


und hatten es uns kuschelnd auf der couch bequem gemacht. dank meiner beruhigungstropfen hatte ich mich einigermaßen im griff und die zeit bis 20 uhr irgendwie rum bekommen. nachdem ich frau weller über den momentanen gesundheitszustand von chillie aufklärte (wöchentliche krämfe, tlw. bis zu 4 stunden, alle 2 tage schmerzmittel, nach den krämpfen 3 tage doppeltes cortison, häufiger werdendes wegknicken vorne, einknicken hinten, instabiles laufen


und keine möglichkeit mehr, sich selbst hinten herum zu säubern, hörte ich den satz: „ich weiss, was sie jetzt ein jahr lang geleistet haben, um den beiden einen erträglichen lebensabend zu schenken und würde auch chillie gehen lassen, zumal nach 17 jahren gemeinsamen lebens wahrscheinlich ist, dass sie kurz nach pepper gehen würde!“

ich nahm pepper in den arm, das heisere und schmerzerfüllte krächzen tat mir in der seele weh, genau wie die verzweifelten letzten versuche, aus meinen armen zu flüchten… es war grausam und die minuten fühlten sich an wie eine stunde, bis sie sich hinlegte und schlussendlich einschlief. ihr herz schlug noch eine zeitlang weiter, aber sie war schon ganz weit weg…

chillie ließ sich von mir hochnehmen, sie wehrte sich absolut nicht und ließ beim spritzen nur ein kurzes fauchen hören. dann legte sie sich in meine armbeuge, streckte, wie ich es von dieser süßen diva gewöhnt war, ihre vorderpfote wie eine königin von sich. ich legte mich, nachdem die kraft in meinem rechten arm nachliess, auf die couch und chillie auf meinen bauch und brust. nach kurzer zeit begann die süße zu schnarchen und streckte mir die zunge raus… sie ging von mir, genau wie sie immer schlief…

als beide ❤️herzchen❤️ ihre ruhe gefunden hatten, umarmte mich frau weller lange und meinte, ich sei so stark und tapfer gewesen… und es sei die richtige entscheidung gewesen.

meine mum kam, als frau weller ging, und nachdem wir die zwei süßen ins kalte dachgeschoss gebracht hatten, klingelte es an der tür und yvonne und andreas standen da… so schön. danke, dass ihr da wart, das bedeutet mir unsagbar viel… auch sie sagten dasselbe wie frau weller. natalie bestätigte das gesagte am sonntag ebenfalls und tina, der ich heute auf der arbeit davon erzählte, sagte: „so weisst du wenigstens, dass sie beide friedlich eingeschlafen sind und gemeinsam die reise angetreten haben. stell dir doch mal vor, chillie wäre die treppe runtergefallen oder hätte sich gequält, während du nicht zu hause gewesen wärst…“

ich habe pepper und chillie am freitag mittag in mein auto gepackt und bin zu frau baumhauer nahc ransbach gefahren. sie hat meine kinder schön aufgebahrt und mir zeit zum verabschieden gegeben. es war so surreal… die beiden lagen da, als ob sie schlafen…

aber pepper atmete nicht und chillie schnarchte nicht… und ich realisierte, dass ich sie so nie wieder in den armen halten und sie streicheln könne. noch nie fühlte ich mich einsamer als auf der heimfahrt…

heute war andreas hier. er hatte mir damals, bevor ich das haus gekauft habe, im keller gesagt, dass es dort ok ist… er spüre nichts negatives, nichts von opa sei dort geblieben. und auch heute sagte er nur ein paar worte: „sie sind nicht mehr da.“ also haben ihre wundervollen seelen die reise über den regenbogen geschafft.


für mich beginnt jetzt ein neuer lebensabschnitt, den ich gerade noch nicht annehmen kann. viel zeit für mich, hobbies, urlaub,… vielleicht ja auch irgendwann endlich einen mann an meiner seite, mit dem ich glücklich sein kann, bei dem ich mich „zuhause“ fühle und dem es mit mir genauso geht.

samstag werde ich bei ansgar meinen 2. feuerlauf machen. zeit zum loslassen…

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