bye-bye, 2021…

es war, wie auch schon 2020, ein jahr mit vielen höhen und tiefen, begann mit einem feuerwerk und endete mit einem lauten knall. die zeit von januar bis anfang märz war ich noch beschäftigt damit, meine trigger unter kontrolle zu bekommen, gegen meine angstzustände anzukämpfen und mich darauf vorzubereiten, dass ich nach 10 monaten auszeit an meinen arbeitsplatz zurückkehre. den wiedereinstieg meisterte ich, indem ich alle kolleginnen und kollegen der abteilung zusammenrief, sie über vergangenes, aktuelles und zukünftiges zeitgleich informierte. mein angebot des gespräches unter 4 augen zur klärung von problemen hatte niemand in anspruch genommen und damit war der weg frei, um das mit meinem therapeuten erarbeitete in die umsetzung zu bringen. ich saß tatsächlich endlich in einem hellen büro, ungestört, ohne durchgangsverkehr, mit toller aussicht und einem kollegen an meiner seite, mit dem ich mir zukünftig die arbeit teilen würde. ich konnte mir also sicher sein, dass ich im krankheits- und urlaubsfall tatsächlich jemanden hatte, der die vertretung auch tatsächlich wahrnehmen konnte.
ich habe mich für den personalrat aufstellen lassen, weil ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen der vergangenheit dafür sorgen wollte, dass andere nicht ebenfalls diese erfahrungen machen sollten und ich habe mitte dezember einen großen erfolg verzeichnen können. wir haben ab 01.01.2022 einen „gesundheitsdienst“ engagiert, der im falle (drohender) psychischer oder aber physischer erkrankung oder überlastung anonym und kurzfristig zu rate gezogen werden kann. hoffentlich wird dieser dienst auch in anspruch genommen. der corona-konforme betriebsausflug im september, unsere nikolaus-aktion und der am 17.12. erstmalig erschienene newsletter fanden ebenfalls großen zuspruch, was mich ein bisschen stolz macht, auch wenn es eine menge arbeit bedeutet.
was beziehnungen betrifft, bin ich auch wieder einen schritt weiter. ich weiss jetzt, dass ich weder menschen zu etwas motivieren kann, wenn sie nicht wollen, noch, dass eine anfangs nahezu perfekte partnerschaft länger bestand hat als 2 monate. gut, dass ich am letzten tag des jahres auch den letzten teil von „final destination“ anschauen konnte.

nachdem zu jahresbeginn mein bewegungsapparat noch sport zugelassen hatte, resignierte er, seltsamerweise zunehmend nach den corona-impfungen 💉, was letztlich zu ganzkörperschmerzen führte. der arbeitsstress zum jahresende, der ausfall vieler kollegen, insbesondere auch meinem direkten vertreter und die bei mir für januar 2022 angesetzte op zwangen mich psychisch wieder in die knie, aber ich hatte mir ja geschworen, dass es nicht noch einen zusammenbruch geben wird. also, augen zu 🙈 und durch, systematisch die probleme angehen, nicht mehr arbeiten, als geht und ruhig bleiben. das klappte mit aufwand bis auf die sache mit der partnerschaft. sorry, aber am jahresende gibt es mich einfach nicht in keep-smiling-dauerschleife.
nach absage meiner op, einnahme von nahrungsergänzungsmitteln für die faszien kombiniert mit dr. ronald steiners 🧘 yogatherapie und erfolgreicher jahreshauptveranlagung kann ich jetzt geerdet und frisch in meinen urlaub starten, den ich hoffentlich geniessen kann. geboostert wird dann am dienstag. falls ihr also nichts mehr von mir lest, hat es mich dann endgültig zerrissen. andererseits, vielleicht gibt’s jetzt mal nen anderen wirkstoff und ich reagiere nicht ganz so heftig…
was meine beiden 🐈⬛🐈⬛ schätze betrifft, richte ich eine separate seite ein, ich denke, darüber tagebuch zu führen, wäre hilfreich!
unterm strich war das jahr, bis auf ein paar dunkle flecken, ok und gar nicht sooo schlimm wie 2020. ich habe überlebt und sitze nicht wieder zitternd und weinend bei meinem doc, dem ich im übrigen endlos dankbar bin, dass er 10 monate lang mit mir hart ins gericht gegangen ist und mich forderte, um wieder mit beiden beinen im leben stehen zu können.
schauen wir nach vorne, 2022 wird MEIN jahr… 😁👌❤️
